LEB Beratungsbüro Nienburg

Bereichsleiterin: Benita Schütte
 
Im LEB-Beratungsbüro Nienburg, mit Sitz in Barnstorf, dreht sich alles um Fort- und Weiterbildungen für Interessierte aus den Landkreisen Diepholz und Nienburg. Zum einen haben wir eigene feste Angebote, z.B. im Bereich Betreuungskräfte, Kindertagespflege, Gästeführung u.v.m.

Zum anderen unterstützen wir Gruppen und Vereine darin, für ihre eigenen, individuellen Bildungsbedürfnisse entsprechende Angebote zu erstellen. Von der ersten Idee über Organisation und Durchführung bis zur Abrechnung bieten wir pädagogische Beratung und finanzielle Unterstützung für die Durchführung der Maßnahmen nach dem Niedersächsischen Erwachsenenbildungsgesetz (NEBG).
Zudem ist der im Beratungsbüro in Barnstorf angesiedelte „LEB-Fachbereich Klimaschutz/erneuerbare Energien“ www.klimaschutz-leb.de mittlerweile für seine Angebote im Bereich Biogas und erneuerbare Energien bundesweit bekannt und anerkannt.
Mehr Informationen zum LEB-Bereich Nienburg finden Sie auch unter www.leb-nienburg.de  
 
Unser diesjähriger "Blick in die Regionen" gibt Einblicke in die Arbeit der LEB Regionen Hannover/Hildesheim und Nienburg/Weserbergland. Lesen Sie interessante Berichte vom Insektengarten über die Weltraummission einer Gruppe junger Menschen bis zur finalen Frage: "Geben braune Kühe Kakao?"
 
Deckblatt Blick in die Regionen
   Bei uns gibt es die Bildungsprämie!

Vom Prämiengutschein profitieren alle Erwerbstätigen (Selbständige und Angestellte), die mindestens 15 Stunden in der Woche erwerbstätig sind und deren jährlich zu versteuerndes Einkommen maximal 20.000 Euro, bzw. 40.000 Euro bei gemeinsamer Veranlagung, beträgt.

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Hier können Sie sich einen Infoflyer vom Bundesministerium für Bildung herunterladen.

Zur Startseite Bildungsprämie des Bundesministeriums für Bildung und Forschung:

   Brückenbauer- Landwirte und Naturschützer gemeinsam für mehr Artenschutz
Am Anfang stand ein „Jein“
Im vorliegenden Fall war es für uns recht schnell klar, dass die Niedersächsische BINGO-Umweltstiftung (NBU) der richtige Adressat für einen Antrag war. Auf eine Anfrage hin wurde einerseits die Förderfähigkeit bejaht, andererseits aber die Aussicht auf Erfolg bezweifelt, da unsere Projektidee einen Jahrzehnte andauernden Konflikt zwischen Naturschutz und Landwirtschaft betraf, der seine Ursache in verschiedenen Einstellungen und Werthaltungen zwischen Naturschutz und Landwirtschaft habe. Nun spielte die gesellschaftliche Funktion der LEB die entscheidende Rolle, da sie sich als glaubwürdiger Vermittler zwischen verschiedenen gesellschaftlichen Akteuren, präsentiert. Insbesondere die Verwurzelung im ländlichen Raum und die Verbindung zu Landwirtschaft und landwirtschaftlichen Themen schaffte letztlich das notwendige Vertrauen, so dass wir die Förderung für dieses Pilotprojekt erhielten. Die BINGO-Stiftung war dabei auf das Ergebnis genauso gespannt wie die Beteiligten auf LEB-Seite, da es für beide das erste Projekt dieser Art war.
 
Der Projektverlauf
Es fanden elf aktive, konventionell-wirtschaftende Landwirte und dreizehn ehrenamtliche Naturschützer, von und NABU und BUND, aus den Landkreisen Diepholz und Nienburg zusammen, um die nach wie vor bestehende Kluft zwischen Landwirtschaft und Naturschutz zu überbrücken. Diesem Anspruch folgend, fand das Projekt in der Zeit vom November 2018 bis zum Juni 2019 auf dem Gebiet des Altkreises Grafschaft Hoya statt.
 
In acht Fachvorträgen wurde die besondere Fragestellung dieses Projektes  an konkreten „Beispielen“ aufgezeigt, wie auf Hofstellen und landwirtschaftlich genutzten Flächen Sinnvolles für den Artenschutz getan werden kann. Im Einzelnen hörten die Teilnehmenden Vorträge über Fledermäuse, Reptilien, Amphibien, Wildbienen, Honigbienen, die Rolle der Landwirtschaft im Kontext der Biodiversität sowie über Erfahrungen in schon bestehenden Kooperationen zwischen Landwirtschaft und Artenschutz.
 
Die Anregungen wurden durch die Teilnehmenden aufgegriffen und in mehreren konkreten Natur- und Artenschutzmaßnahmen auf den Höfen und Flächen der beteiligten Landwirte umgesetzt. Insgesamt wurden im Projekt mehr als 90 Einzelmaßnahmen verwirklicht! Zwei Grundschulklassen wurden in die Umsetzung der Artenschutzmaßnahmen einbezogen. In der Gemeinde Apelstedt fand die Projektidee so viel Anklang, dass eine Gemeindefläche durch Anwohner in eine Streuobstwiese umgewandelt wurde.
 
Der konstruktive Dialog herrschte über die gesamte Projektdauer und darüber hinaus. Beide Gruppen stellten übereinstimmend fest, dass in der Gesamtgruppe ein vertrauensvolles Verhältnis bestand, welches zu einer guten Zusammenarbeit führte. Der „tolle interdisziplinäre Austausch“ weckte zudem Verständnis, wodurch es insgesamt zu einem Vertrauenszuwachs kam.
 
Fazit
Auf die Frage, was ihm am Projekt besonders gefallen habe, kann auf folgenden Nenner gebracht werden: Der Artenschutz ist ein sehr hohes Gut, welches zu Recht seinen Preis hat. Es gibt noch genügend Landwirte, die bereit sind, dieses Gut für die Gesellschaft zu erhalten oder durch Schutzmaßnahmen für effektive Abhilfe zu sorgen. Die Gesellschaft muss aber bereit sein, dieses Gut als eigenen Wert zu erkennen und entsprechend dafür zu zahlen. Und für diese notwendige Wende bedarf es nicht nur vieler engagierter Artenschützer, sondern genauso unabhängiger bäuerlicher Familienbetriebe. Den Teilnehmenden ist bewusst, dass sie selbst in ihren Gruppen bisher eine kleine Avantgarde darstellen. Ihnen ist nun aber ebenso bewusst, dass es auf der jeweils anderen Seite nicht nur Mitstreiter gibt, sondern Partner einer gemeinsamen Idee. Diese Brücke ist gebaut.
 
Autor: Yorck Müller-Dieckert, Regionalbüro Nienburg/Weserbergland

 

Ansprechpartner*innen Fachbereich Klimaschutz/Erneuerbare Energien
Benita Schütte
Kommissarische Leitung
Tel.: 05442 2824
Benita.Schuette@leb.de
 
LEB in Niedersachsen e.V.
Am Bremer Dreh 1
49406 Barnstorf

Maria Roggenbuck
Leitung Abteilung Biogas
Tel.: 05442 2824
Maria.Roggenbuck@leb.de

Tel.: 05442–2824
Fax: 05442–2825
E-Mail: biogas@leb.de
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