Pressemitteilungen

   70 Jahre LEB - Einweihung des Tiny Tea House
LEB Jubiläum - Ein Tee aus dem Häuschen!
LEB enthüllt besonderes Tiny House im Park der Gärten

Siebzig Jahre Ländliche Erwachsenenbildung Niedersachsen e.V. (LEB) verpflichten.

Deshalb hat die LEB Weser-Ems/Nord in ihrem Sozialen Wirtschaftsbetrieb „B-Wohnen” zum runden Geburtstag etwas Besonderes gefertigt: Einen Kleinwohnraum auf Rädern mit integriertem Alkoven. Aber nicht nur die Schlafnische und die übrige Konstruktion sind bemerkenswert, denn das „Lüttje Teehuus” ist vor allem ein ökologisches Produkt – aus recycelten Baustoffen und heimischem Massivholz. Der minimalistische Bau ist ab 17. April im Park zu bewundern und Teil des Mustergartens „Ein zweites Leben“ zum Thema „Recycling im Garten“. Somit steht das Tiny Tea House pünktlich zum LEB-Jubiläum am 25. April im Park der Gärten.

Vorab laden wir Sie als Presse- und Medienvertreter ganz herzlich ein zur

Einweihung des Tiny Tea House („Lüttje Teehuus“)
Am Donnerstag, 15. April 2021, um 12:00 Uhr im Park der Gärten
Elmendorfer Str. 40 | 26160 Bad Zwischenahn.
Treffpunkt: vor dem Besucherzentrum.
 

Tee kam als Getränk ursprünglich im 17. Jahrhundert nach Europa und ist heute insbesondere in Norddeutschland ein nicht mehr wegzudenkendes, tief verwurzeltes Kulturgut. So entstand die Idee, für die 70-Jahrfeier ein spezielles Domizil in Kleinformat zu schaffen. Thematisch in Anlehnung an Teehäuser aus dem fernen Osten entstanden, stellt das “Lüttje Teehuus” eine mobile friesische Variante dar. Vor allem aber ist es ein faires Erzeugnis aus dem LEB-eigenen Betrieb „B-Wohnen“, ein Produkt mit echtem Mehrwert: Der nachhaltige 10-Quadratmeter-Wohnraum auf einem umgebauten ehemaligen Agrar-Anhänger setzt sich im Wesentlichen zusammen aus Konstruktionsvollholz, Materialspenden und wieder-verwertetem Material:

Upcycling at its best:

Trailer: Ausgemusteter Agrar-Kipper-Anhänger
Bodenplatte, Ständerwerk, Wände: Konstruktiosvollholz (Fichte)
Fassade: Heimische Lärche
Innenraum: Anrichte aus altem Tisch, mit Holzöl behandelt,
Sitzbänke: Beine aus Baudielen, Sitzfläche aus alten Holz-Rolladen
Innenwandverkleidung: Fichtensperrholz
Oberflächenbehandlung: Wachslasur
Dämmung: Holzwolle
Winddichtigkeitsbahn außen: Gewebe-Fließ
Dach: Übrig gebliebene Bleche von Baustellen und Beipackplatten
Fenster und Türen: Aus verschiedenen Abrissen
Vorhangstangen, Halterungen: Eigene Schmiedearbeiten
Textilien: Vorhänge und Kissen: Baumwolle
Abstützung Haus: Fensterstütze (Baustütze) mit Flansch
Rinnen: Titanzink
Treppe/Podest: Stufen feuerverzinkt / heimisches Lärchen- und Fichtenholz
 

Anwesend werden sein:

  • Günter Siebels, Amtsleiter Jobcenter Landkreis Ammerland (Projektpartner)
  • Michael Fuge, Bereichsleiter Jobcenter Oldenburg (Projektpartner)
  • Tobias Müller, Jobcenter Oldenburg, Betreuung AGH (Projektpartner)
  • Gabriele Vogel-Wellmann, LEB Regionalleitung Weser-Ems/Nord
  • Florian Schick, Projektleiter Sozialer Wirtschaftsbetrieb „B-Wohnen“
  • Jochen Reckemeyer, LEB Öffentlichkeitsarbeit
  • Christian Wandscher, Geschäftsführer, Park der Gärten
  • Björn Ehsen, Gärtnerischer Leiter, Park der Gärten
  • Andrea Röben, Veranstaltungsmanagement, Park der Gärten

Für Fragen stehen Ihnen zur Verfügung:
Jochen Reckemeyer | Öffentlichkeitsarbeit Ländliche Erwachsenenbildung e.V.
Tel. +49 (0) 4403-98478-0 | HOME OFFICE: Tel. +49 (0)441/9694917

Fax +49 (0) 4403-98478-24
E-Mail: Jochen.Reckemeyer@leb.de Coaching.leb-niedersachsen.de
werkstatt.leb-niedersachsen.de


Christiane Mühl
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit | Park der Gärten
Tel.: 04403 – 819626 | Mobil 0163 – 8819626 | Fax 04403 – 819666
E-Mail: christiane.muehl@park-der-gaerten.de
www.park-der-gaerten.de

   Etappensieg! - Das Digitale Dorf-Mobil gehört zu den 30 besten Ideen für unsere Gesellschaft

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) zeichnete im Rahmen des deutschlandweiten Wettbewerbs „Gesellschaft der Ideen“ 30 Projekte mit dem Ideenpreis für Soziale Innovationen aus, darunter unsere Idee: Das Digitale Dorfmobil. Alle Etappensieger erhalten ein Preisgeld von 12.500 € mit dem sie nun ihr Projekt innerhalb der nächsten sechs Monate zu Konzepten weiterentwickeln.

Dazu Anja Karliczek, Bundesministerin für Bildung und Forschung:

Das Markenzeichen Deutschlands ist eine ‚Mitmachgesellschaft‘. Die ausgezeichneten Projekte spiegeln die Kreativität und das Verantwortungsbewusstsein der Bürgerinnen und Bürger wider. Gerade in Krisenzeiten sind neue Lösungen und gesellschaftliches Engagement gefragt“, so Bundesministerin Anja Karliczek.

Bei der Bewertung der einzelnen Ideen haben wir interessierte Bürgerinnen und Bürger einbezogen. Die ausgewählten Projekte zeigen, welche Lösungsansätze ihnen wichtig sind. Diese Impulse aus der Mitte der Gesellschaft sind sowohl für die Politik als auch für die Wissenschaft wichtige Wegweiser.

Medienkompetenz für Jung & Alt vor Ort

Digitale Dorfmobile sind Fahrzeuge, die mit Hard-, Software und pädagogischen Fachkräften ausgestattet sind und ländliche Regionen ansteuern, um über Digitalisierung aufzuklären und zu informieren. Wir wollen Personengruppen erreichen, die von der digitalen Welt bislang ausgeschlossen sind. Das Mobil soll zudem Anreize des gegenseitigen Lernens zwischen Jung und Alt schaffen. Deshalb befinden sich an Bord neben digitalen auch analoge Medien. Wie kommuniziere ich digital und/oder analog, und welche Medien, wie Zeitung, Radio, Newsfeeds stehen mir zur Verfügung und sind zugleich vertrauenswürdig?

Im Zentrum der Idee stehen eine veränderte Mediennutzung und Kommunikationstechniken, die sich in Rekordzeit entwickeln. In kaum einem anderen Bereich hat sich das Verhalten der Menschen in den letzten Jahrzehnten so rasant verändert. Die Corona-Pandemie tut ihr übriges, um den Prozess zu beschleunigen. Für die meisten ist es normal geworden, sich über Videotelefonie und Chats auszutauschen, sich gegenseitig zu informieren und Dateien hin und her zuschicken. Aber die „alten“ Wege existieren weiter, so kann man heute immer noch Telegramme versenden, über Festnetz telefonieren und SMS versenden.

Im Bereich der Mediennutzung zeichnet sich eine ähnliche Entwicklung ab. Auch hier bestehen langjährig erprobte Medien wie Tageszeitungen neben Neuigkeiten in sozialen Netzwerken und Botschaften in Form von YouTube-Videos.

In Zeiten von Fake-News, gekauften Social-Media-Accounts und einer unterfinanzierten „freien“ Presse nehmen die Zweifel an der Seriosität der Nachrichten und der Sicherheit der Kommunikationstechnologien zu. Im ländlichen Raum kommt erschwerend eine Unterversorgung mit Breitband-Internetanschlüssen hinzu.

Wie geht es weiter?

Im Juli werden die Konzepte bewertet und es gibt ein zweites Auswahlverfahren. Im Anschluss können zehn Projekte ihre Ideen gemeinsam mit Partner*innen aus Wissenschaft und Praxis erproben. Ziel des Wettbewerbs ist es, ca. fünf Lösungen für konkrete gesellschaftliche Herausforderungen unserer Zeit zu finden und diese in die Praxis umzusetzen.

Ansprechpartnerin:
Wendy Ramola | Projektleiterin
LEB in Niedersachsen e. V.  
Regionalbüro Südniedersachsen
E-Mail: Wendy.Ramola@leb.de
   06.10.2020 LEB nimmt an Ideenwettbewerb teil - Dorf-Mobile sollen digitale Bildungsangebote schaffen

Die LEB wurde mit ihrem Konzept Digitales Dorf-Mobil bei der Gesellschaft der Ideen vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) unter die ersten 40 Nominierungen gewählt. Über 1.000 Ideen waren eingegangen. Bis zum 21. Oktober konnte man beim Online-Voting seine Stimme dazu abgeben. Nun geht der Wettbewerb in eine zweite Auswahlrunde. Die besten 30 Ideen für Soziale Innovationen gewinnen 12.500 Euro mit Aussicht auf eine Weiterförderung.

Das digitale Dorf-Mobil...

... wird Jung und Alt in den niedersächsischen ländlichen Regionen zusammenbringen. Gegenseitiges Lernen steht dabei im Vordergrund. Wie kommuniziere ich digital und analog, und welche digitalen und analogen Medien wie Zeitung, Radio, Newsfeeds stehen mir zur Verfügung und sind zugleich vertrauenswürdig? Diese Fragen werden dank einer niedrigschwelligen und informellen Methode zu einem nützlichen Austausch führen.

Das Konzept sieht vor, gleichzeitig mehrere digitale Dorf-Mobile in die niedersächsischen Dörfer zu schicken. Die Digitalisierung plus die Vermittlung von digitalen Kompetenzen kann helfen, ländliche Gebiete attraktiv und anschlussfähig zu gestalten.

Weitere Infos:

„Unsere Gesellschaft verändert sich. Wie wir miteinander kommunizieren, wohnen, arbeiten, lernen, uns fortbewegen und konsumieren – all das unterliegt einem stetigen Wandel. Globalisierung und Digitalisierung verändern unseren Alltag, das Miteinander in der Familie, in der Nachbarschaft oder bei der Arbeit. Die Entscheidung darüber, wie wir neuen Herausforderungen begegnen und neue Möglichkeiten nutzen, treffen wir – als Gesellschaft der Ideen. Innovationen können unser Leben erleichtern und bereichern. Wir brauchen neue Ideen, um Herausforderungen zu bewältigen und das gesellschaftliche Miteinander im Wandel zu gestalten. Mit Gesellschaft der Ideen sucht das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) die besten Ideen für Soziale Innovationen, die den Austausch zwischen virtuell und real, Stadt und Land oder jung und alt anregen.“

Quelle: https://www.gesellschaft-der-ideen.de/de/infos-1715.html

   FriedlandGarten-Team würdigt Förderer und Unterstützer

Ende der ersten Förderphase +++ Ausblick auf die Projektfortführung

Göttingen, den 08.09.2020

Am 9. September 2020 um 11 Uhr lädt das Projektteam des FriedlandGartens auf das Gartengelände ein, um die vergangenen drei Jahre zu resümieren und einen Blick auf zukünftige Aktivitäten zu werfen.

Im Juli 2020 endete für den FriedlandGarten die dreijährige Förderphase mit dem EU-Programm LEADER und der Gemeinde Friedland als Hauptgeldgeber. Inzwischen haben der Landkreis Göttingen und die Gemeinde Friedland zugesichert, das Projekt bis Ende 2020 zu unterstützen. Das Projektteam bedankt sich bei allen Förderern, den Teilnehmenden und den Helfer*innen und verdeutlicht, dass für die langfristige Erhaltung des interkulturellen Gartenprojekts weitere Fördermittel notwendig sind. Denn sowohl für die Planung, Organisation und Bewirtschaftung des 8.000 m² großen Gartenlandes, als auch für die Betreuung der teilnehmenden Menschen sei eine intensive hauptamtliche Begleitung nötig. Ziel des Projekts ist es, Begegnung und Verständigung zwischen den Kulturen zu fördern, Grundsteine für die Integration von Geflüchteten zu legen und Natur- und Gartenerlebnisse zu ermöglichen.

„Der FriedlandGarten hat  sich zu einem besonderen Ort entwickelt. Seit Projektbeginn 2017 haben viele Hundert Menschen – einheimische wie geflüchtete – den Garten in seiner vielseitigen Ausrichtung mitgestaltet. Gemeinsam wurde eine interkulturelle Begegnungsstätte geschaffen, die Frieden und Verständigung stiftet, und gleichzeitig ein weitläufiger Garten-, Naturschutz-, Lern- und Naturerlebnisraum für Kinder und Erwachsene ist“, berichten die Projektkoordinatorinnen Heidrun Mitze und Dorothee Pohl. Neben den regelmäßigen offenen Gartentagen habe es in den vergangenen drei Jahren ein vielfältiges Kurs- und Seminarangebot gegeben, beispielsweise zu Bienen, dem Sensen oder Wildkräutern, an dem zahlreiche Menschen aus der Region teilnahmen.

Zur geplanten einstündigen Veranstaltung mit einer Vorstellung des Gartens, einem Rundgang und kurzen Grußworten sind unter anderem Marcel Riethig (Kreisrat), Christel Wemheuer (erste Kreisrätin u. LEADER-Lokale Aktionsgruppe (LAG)-Vorsitzende, Hartmut Berndt (LEADER-Regionalmanager), Andreas Friedrichs (Gemeindebürgermeister) und Heinrich Hörnschemeyer (Leiter Grenzdurchgangslager) eingeladen.

Hintergrund:

Das Projekt FriedlandGarten startete als interkultureller Gemeinschaftsgarten im April 2017 in der Trägerschaft der Ländlichen Erwachsenenbildung (LEB) in Südniedersachsen.

Bis April 2020 waren Fördermittel- und Spendengeldgeber: das EU-Programm LEADER, die Gemeinde Friedland, der Nothilfefonds der Caritas (Bistum Hildesheim) sowie ADM Hamburg AG.

Seit August 2020 wird das Projekt durch Fördermittel der Gemeinde Friedland und des Landkreises Göttingen unterstützt; zusätzliche Spendengeber sind die Sparkasse Göttingen sowie die VR-Bank in Südniedersachsen.

Weitere Informationen finden Sie hier: https://friedlandgarten.de/
Adresse: Witzenhäuser Straße, 37133 Friedland
 
Sarah Kleine
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
LEB in Niedersachsen e. V. - Regionalbüro Südniedersachsen
 
Groner Landstraße 27
D-37081 Göttingen
Tel.: +49 (0) 551 82079 15
   Pressemitteilung: Europäischer Freiwilliger im FriedlandGarten

Göttingen, den 07.07.2020

Junger Psychologe aus Türkei arbeitete zehn Monate bei der Ländlichen Erwachsenenbildung (LEB). Gefördert wird der Aufenthalt vom Europäischen Solidaritätskorps.

Die LEB bietet seit 2017  Plätze für europäische Freiwillige an. 2019 kam der erste Freiwillige auch nach Göttingen. Über das Europäische Solidaritätskorps werden Möglichkeiten für junge Menschen geschaffen, an Freiwilligenprojekten in ihrem eigenen Land oder im Ausland teilzunehmen. Die Arbeit kommt der Gemeinschaft und Menschen in ganz Europa zugute. In den vergangenen zehn Monaten war Umut Bayrak (26 Jahre) in Göttingen zu Gast und konnte die LEB, Stadt und Landkreis kennen lernen. Selbst hat er Psychologie an der Adana Çukurova Universität studiert. Nach einem Jahr als Psychologe in der Armee, wollte er Europa kennen lernen und bewarb sich bei der LEB. Nun muss er Göttingen leider verlassen und zurück in die Türkei. „Ich hatte vom Anfang bis zum Ende des Aufenthalts viel Spaß. Ich denke, das ist eine Erinnerung, die ich nie vergessen werde“, resümiert Umut Bayrak.

Tatkräftig unterstützt hat er das Gartenprojekt in Friedland. Im FriedlandGarten können alle Interessierten mitmachen. Auf dem großen Gartengelände werden eigene Parzellen angelegt und bewirtschaftet. Darüber hinaus gibt es verschiedene Gemeinschaftsaufgaben, wie die Pflege und Ernte der Obstbestände, die Anlage und Bearbeitung von Gemeinschaftsbeeten. „Das Friedland-Projekt hat mir sowohl als Idee als auch in der Praxis gefallen. Ich hatte die Möglichkeit, Menschen zu unterstützen und habe viel gelernt“, berichtet Umut Bayrak.

Das Projekt FriedlandGarten wird gefördert durch LEADER Göttinger Land, der Gemeinde Friedland sowie dem Nothilfefonds des Bistums Hildesheim.

Sarah Kleine
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
LEB in Niedersachsen e. V. - Regionalbüro Südniedersachsen
 
Groner Landstraße 27
D-37081 Göttingen
Tel.: +49 (0) 551 82079 13
   Maskenproduktion: LEB hilft Ausbreitung von Corona einzudämmen
Maskenproduktion: LEB hilft Ausbreitung von Corona einzudämmen

Masken zum Schutz vor Corona standen bislang nur für Klinik- und Pflegepersonal und spezielle Berufsgruppen zur Verfügung. Und auch da sind sie knapp und schwer zu bekommen. Das brachte Jana Grüning, Fachanleiterin Textil im Werkstattprojekt Ganderkesee und ihre Kollegin Katja Gode aus dem Werksattprojekt Sandkrug auf die Idee selbst aktiv zu werden. In Abstimmung mit dem örtlichen  Gesundheitsamt startete in den LEB Werkstattprojekten die Produktion von Masken für Bürger*innen.

Im Werkstattprojekt Ganderkesee

Jana Grüning und Edgar Ruhm

„Wir waren seit dem 14.03.2020 ohne Teilnehmer in der Werkstatt und haben angefangen Masken zu produzieren, weil wir wussten, dass sie gebraucht werden“, erzählt Werkstattleiter Edgar Ruhm. Dabei geht es um: „Behelfsmasken für jeden, der sie haben möchte“, so Ruhm.

Privatpersonen können jetzt per E-Mail eine Maske bestellen und diese kontaktlos aus einer vor der Halle aufgestellten Vitrine mit beschrifteten Klarsichthüllen entnehmen.

Eine konzertierte Aktion

Zeitgleich startete Katja Gode im Werkstattprojekt Sandkrug die Nähoffensive. Kurz darauf schlossen sich sechs weitere LEB Werkstätten der Aktion Maskenherstellung an. „Dabei kooperieren wir mit dem Gesundheitsamt," berichtet Katja Gode.

Großer Andrang

Zunächst sollten im Werkstattprojekt Sandkrug Masken für Supermarktmitarbeiter genäht werden. Innerhalb kurzer Zeit gab es auch Bestellungen von einer Zahnarztpraxis aus Hundsmühlen und einem Altenheim für seine Belegschaft, Bewohner und Patienten. Interessierte, Supermärkte und Privatpersonen können sich bei der LEB melden und Behelfsmasken gegen eine Spende erhalten - per Mail unter behelfsmasken@leb.de

Zwei Modelle und viele Ideen

Von den Masken, die aus reiner Baumwolle gefertigt werden, gibt es zwei ausfaltbare Modelle: Eines mit Hut-Gummi und eingearbeitetem Pfeifenreiniger zur Stabilisierung auf der Nase sowie ein Modell, in das ein Aktiv-Kohle-Filter hineinpasst.

"Alle unsere Werkstattprojekte vernetzen sich gerade weiter und entwickeln weitere Ideen, was wir produzieren können, um in dieser Situation eine Unterstützung für die Gesellschaft zu sein“, so Katja Gode, die die Produktion der Masken für alle LEB Werkstattprojekte koordiniert. Die Idee auch tragbare Schutzvisiere herzustellen, um so einen Spuckschutz zu bilden, wird inzwischen im Ganderkeseer Werkstattprojekt umgesetzt. Eine gute Idee, denn durch das Tragen von Masken aus Stoff schützt man in erster Linie seine Mitmenschen vor einer Ansteckung. Damit sind sie ein wichtiger Bestandteil, um die Ausbreitung von Corona einzudämmen. Visiere könnten auch den Träger effektiv schützen.

Wie die Schutzmasken sind auch die Visiere vor allem für sogenannte systemrelevante Berufsgruppen und Einrichtungen gedacht, aber die LEB will trotzdem auch Privatpersonen versorgen. „Wer Bedarf hat, kann sich gerne bei uns melden“, sagt die pädagogische Leiterin, Anja Gertje. Bis zu 200 Schutzvisiere könnten täglich produziert werden, wenn auch hier die Nachfrage steigt. Die Schutzmasken werden auf Spendenbasis abgegeben. Einrichtungen, Unternehmen und Privatpersonen können die Visiere unter der Mailadresse visier-ol@leb.de bestellen.

Des Weiteren gibt es die Überlegung Plexiglas zu nutzen, um Aufsteller zu bauen, die in Supermärkten, Arztpraxen oder vielleicht sogar in Bussen eingesetzt werden können, damit die Mitarbeiter dort besser geschützt sind.

   LandFrauen starten „Aktion Mundschutz“
In der Corona-Krise sind essenzielle Mundschutze zur Mangelware geworden – LandFrauen setzen sich an ihre Nähmaschinen und schaffen Abhilfe.

23.März2020

Hannover–Mundschutze fehlen allerorten – viele LandFrauen können nähen: Ein kleiner Schritt nur war es vom Gedanken zur Tat. In den vergangenen Tagen haben in einigen LandFrauengruppen vor Ort Nähaktivitäten begonnen. Der Niedersächsische LandFrauenverband Hannover e. V. (NLV) weitet diese nun auf sein gesamtes Verbandsgebiet aus. Er startet heute den Aufruf an alle seine Mitglieder, sich an der „Aktion Mundschutz –LandFrauen helfen“ zu beteiligen. Es geht darum, Behelfs-Mund-Nasen-Schutze zu nähen und den Einrichtungen, in denen Bedarf besteht, zur Verfügung zu stellen. Dabei werden keine medizinischen Mundschutze hergestellt, sondern solche, die im Pflege-und Privatbereich zum Einsatz kommen können.

Marita Eschenhorst und Karin Plate, beide Vorstandsmitglieder des NLV haben eine Nähanleitung erstellt und diese selbst getestet: „Übung macht den Meister, bleibt einfach fröhlich und kreativ beim Nähen“, lautet ihr motivierendes Fazit. Die Mundschutze sind bei 60 °C waschbar. Jede LandFrau näht die Mundschutze allein für sich, da Treffen aufgrund der Einschränkung des öffentlichen Lebens derzeit nicht möglich sind. Der Kontakt der Frauen untereinander läuft über digitale Medien.

Der NLV stellt bis zu 10.000 Euro für die Aktion zur Verfügung, um den LandFrauen entstehende Auslagen zu erstatten.
 
Birgit Wessel, Geschäftsführerin
Tel. 0511 3539600
wessel@landfrauen-nlv.de